Barrierefreie Taxis

Barrierefreie Gestaltung von Taxifahrzeugen

Barrierefreie Taxifahrzeuge sollen sowohl mobilitätsbehinderte Personen, einschließlich Rollstuhlnutzer, als auch nichtbehinderte Personen sicher und komfortabel befördern. Der Taxifahrer kann hierfür schnell und ohne Hilfsmittel die entsprechenden Sitzplätze wegklappen, um den Platz für Rollstuhlnutzer zu schaffen.

Opel MT BestuhlungOpel MT innen, 2004

Die Fahrzeugklassen Vans und Utilities ohne Hochdach bis zu neun Sitzplätzen eignen sich mit ihrer attraktiven PKW-Anmutung als Basisfahrzeuge zur barrierefreien Umrüstung.

Helden, LV Selbsthilfe Gerlinde Bendzuck Text: Nadja Heine 16.11.2015 15:30 Helden / E.T. 19.11.2015 / Fotocredit: BZ/Stephanie von Becker

Helden, LV Selbsthilfe
Gerlinde Bendzuck
Text: Nadja Heine
16.11.2015 15:30 Helden
/ E.T. 19.11.2015 /
Fotocredit: BZ/Stephanie von Becker

Rotes Rathaus 4, 24.6.16

 

Die barrierefreie Gestaltung soll sich nach der DIN 75078 Teil 1 und 2 richten, um eine sichere BefördeSeitliche Trittstuferung gewährleisten zu können.

 

Eckpunkte der DIN in Auszügen:
– Die Einfahrt und Innenhöhe für den Rollstuhlnutzerplatz beträgt mindestens 140 cm
– Die Einfahrtsrampe soll
o eine Steigung von 20% nicht überschreiten
o mindestens 300 kg Gewicht tragen können
o höchstens einen Höhenunterschied von 20 – 40 cm überwinden
(Um diese Anforderungen erfüllen zu können ist meist ein Ausschnitt des Fahrzeugbodens am Heck notwendig)
– Sollte beim Seiteneinstieg der seitliche Schweller höher als 34 cm über Straßenniveau liegen, wird eine Trittstufe benötigt. Im Bereich der Seitentür dienen Haltegriffe als zusätzliche Einstiegshilfe

 

 

Zur Sicherung des Rollstuhlnutzers wird der Rollstuhl vorne und hinten mit jeweils 2 entsprechenden Gurten inklusive Spannvorrichtung mit dem Fahrzeugboden fest verbunden. Die Person wird mit einem Dreipunktgurt gesichert.

INKLUSIONSTAXI Taxi für alle - ein SoVD Projekt-HD, Endfassung_frame_1(6)INKLUSIONSTAXI Taxi für alle - ein SoVD Projekt-HD, Endfassung_frame_28(2)

 

 

 

 

 

 

 

Zusätzlich zu den Vorgaben der DIN ist eine Luftfederung an der Hinterachse des Taxis empfehlenswert. Dies erhöht den Federungskomfort für den Fahrgast im Rollstuhl und ermöglicht eine Heckabsenkung, die das Hochschieben des Rollstuhls erleichtert.

Die Rampe sollte nicht hinter der Heckklappe des Fahrzeugs stehen bleiben, wenn kein Rollstuhlnutzer befördert wird. Besser wird sie nach innen geklappt und bedeckt den Bodenausschnitt. So hindert sie nicht beim Beladen mit Gepäck und es entsteht wieder der original ebene Kofferboden.

flex rampe